Gleich vorne weg, in diesem Tablet Test wird das Sony Vaio Tap 11 in der iCore Variante getestet. Dieser Hinweis ist wichtig, da es das Sony Vaio Tap 11 auch mit einem schwächeren Intel Atom Prozessor gibt.
Sony Vaio Tap 11 iCore oder Atom?
Der Unterschied zwischen diesen beiden Prozessor Varianten beim Sony Vaio Tap 11 ist ziemlich groß. Dabei gibt es beim Vaio Tab nicht nur die i3 Variante, sondern auch noch die i5 und i7 Prozessor Variante.
Vor dem Kauf des Sony Vaio Tap 11 sollte man sich also fragen welchen Prozessor man benötigt. Möchte man seinen alten Rechner oder sein altes Notebook zu Hause ersetzen, dann reicht auch die günstigste Variante mit dem Intel Pentium 3560Y, sofern man nicht besonders viel mit dem Tablet machen möchte. Das soll heißen, man kann natürlich mit diesem Tablet Standard Dinge wie Office, Internet, Apps, Videos schauen, Musik hören usw. machen. Auch einfache Büroprogramme wie „MeinBüro“ oder „Starmoney“ laufen auf diesem Tablet problemlos.
Möchte man aber ein wirklich schnell arbeitenes Gerät haben um beispielsweise Videorendering zu betreiben oder will man die neusten Spiele spielen, so kommt man um die i3 bis i7 Varianten nicht herum. Auch bei großem Multitasking benötigt man einen schnellen Prozessor. So besitze ich einen Intel i7, allerdings nutze ich die oben genannten Poweranwendungen und habe auch gern mal sechs Browser-Fenster mit jeweils 20 Tabs offen. Bildbearbeitungssoftware und Videoschnittprogramme laufen dann noch zusätzlich im Hintergrund.
Möchte man also sein altes Notebook und seinen alten Rechner zu Hause gegen ein „Rechenmonster“ eintauschen, so sollte man sich ein i7 zulegen. Meiner jahrelangen IT-Systemelektroniker Erfahrung (Kundensupport seit 2001) nach reicht den meisten Nutzern aber die Intel Pentium 3560Y Variante für derzeit 670 Euro aus. Wer dann ein fortschrittlicheres und schnelleres Tablet möchte, der legt eben knapp 200 Euro drauf und erhält die i3 Version. Einen i7 Prozessor brauchen aber denke ich die Wenigsten.
Technische Daten des Sony Vaio Tap 11
Jetzt kommen wir erst mal zu den Fakten, den technischen Daten. Mit Hilfe dieser, kann dass Tablet dann besser erklärt werden.
Den Prozessor hatten wir beim Sony Vaio Tap 11 ja nun schon ausgiebig besprochen. Auch der Hauptspeicher ist variabel, 128, 256 oder 512 GB. Die Intel Core Prozessoren haben dann zusätzlich noch eine bessere Grafikkarte verbaut.
Mit den 9.9 Millimetern kann sich das Sony Vaio Tab 11 im übrigen auch sehen lassen. Sony wirbt damit ganz besonders, da es das dünnste Windows Tablet ist. Also wenn es um Windows Tablets mit Core i Prozessoren geht, dann schon. Allerdings soll Ende des Jahres auch schon das Surface Pro 3 rauskommen, was dann noch dünner ist.
Klar sind andere nicht Windows Tablets dünner, so wie das iPad Air, allerdings haben diese eben keine solchen Prozessoren und können auch nicht als vollwertiger Rechnerersatz dienen.
Eine Besonderheit hat sich das Sony Vaio Tab 11 von Microsoft abgeschaut. So gibt es auch hier ein magnetisches Tastatur Cover, welches Tastatur und gleichzeitig Displayschutz ist. Tablet und Tastatur Cover sind im Übrigen zusammen 15 Millimeter dick. Auch vom Surface abgeschaut wurde sich der integrierte Stand auf der Rückseite, den man ausklappen kann. Allerdings wirkt dieser nicht so stabil wie beim Surface da dieser relativ dünn ist. Beim Surface Pro 3 geht dieser beispielsweise über die komplette Breite des Tablets.
Mit einem vollwertigen USB 3.0, einem micro HDMI Anschluss und einem microSD Kartenlesegerät ist das Tablet auch sonst gut ausgestattet. Wem das 11 Zoll Display zu klein sein sollte, der kann mittels Adapter (micro HDMI auf HDMI) einfach einen großen Monitor an das Tablet anschließen, eine Tastatur hat man ja im Cover. In meinem Test habe ich das Tablet in die Schublade unter meinen Schreibtisch gelegt. Davor hatte ich es per HDMI an meinem Monitor angeschlossen. Da ich noch eine Bluetooth Maus und Tastaur hatte, habe ich diese kabellos am Sony Vaio Tab 11 angeschlossen. So hatte ich keinen Tower Rechner neben mir stehen und auch kein Notebook in Sichtweite und trotzdem habe ich an einem vollwertigen Windows 8 System gearbeitet.
Nun gut, mit einem Ultrabook könnte man das gleiche auch machen. Ein Ultrabook kann ich aber nicht so komfortabel abstöpseln und auf der Couch dann weiter benutzen. Ein Notebook oder Ultrabook muss eben immer aufgeklappt werden und verbraucht dann auch mehr Platz.
Die Kameras braucht man in der Regel bei einem Tablet Test nur kurz erwähnen, schließlich reichen diese meist nicht an die von Smartphones heran. Die 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite schießt allerdings bei guten Lichtverhältnissen ansprechende Bilder. Bei schlechtem Licht sinkt die Qualität aber rapide. Die Frontkamera reicht wirklich nur für Videochats, mehr aber auch nicht. Hier wäre mal eine richtig tolle Kamera wünschenswert. Schließlich benutzt man Tablets ja auch beruflich und da will man auch ein professionelles Videobild beim Skype Chat haben.
Ganz nett ist im Übrigen, dass beim Sony Vaio Tab 11 ein Digitizer Pen mitgeliefert wird, welcher mit AAA Batterien läuft.
Spiegelungen
Wichtig bei einem Tablet sind auch die Spiegelungen im Display wenn man draußen arbeiten möchte. Bei Bewölkung und bei Lichteinfall sieht man diese Spiegelungen schon ziemlich stark. Hier muss man dann das Display auf volle Helligkeit stellen, was natürlich auch Akkureserven kostet.
Ansonsten kann sich das Display mit den guten Farben und der sehr guten Auflösung von 1920 x 1080 (1080p) sehen lassen. Spiegelungen gibt es ja schließlich bei fast allen aktuellen Tablets auf dem Markt, nicht nur beim Sony Vaio Tap 11.
Fazit
Würde das Surface 3 Pro nicht bald rauskommen, so würde ich mir das Sony Vaio Tab 11 jetzt schon kaufen. Es ist schlank, leicht, bietet eine gute Hardwareausstattung und ist bezahlbar. Auch wenn man für die gleiche Ausstattung ein Notebook günstiger bekommen würde.
Wie oben bereits erwähnt, sollten wahrscheinlich ca. 90 Prozent aller Computernutzer mit dem i3 Prozessor vollkommen zufrieden sein. Nur Power User oder Menschen die das Gerät wirklich jeden Tag nutzen können sich ruhig ein größeres Modell leisten.
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